Best Practice:Spielerporträt Daniela Lanner Mapeli

Aus VBL-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Best Practice Beispiel: Rote Raben Vilsbiburg | Spielerporträt Daniela Lanner Mapeli

Allgemeines

Die Roten Raben Vilsbiburg proträtierten im Rahmen der Kampagne "Echte Menschen. Echte Stars." die alleinerziehende Mutter und Leistungssportlerin Daniela Lanner Mapeli. Die Geschichte weckte auch das Interesse des Bayerischen Rundfunks, der eine Kurzreportage über die Spielerin drehte.

Pressemitteilung vom 24.02.2011: BR zu Gast bei Daniela Lanner Mapeli

Heute hat ein Kamerateam vom Bayerischen Fernsehen Raben-Mittelblockerin Daniela Lanner Mapeli begleitet. Vom Krafttraining ab 9 Uhr, zum Frühtraining in der Vilstalhalle bis hin zum Mittagessen der Lanner Mapelis, Hausaufgaben machen mit ihrem achtjährigen Sohn Diogo und anschließendem Uno-Spielen.

Dieses besondere Portrait über die alleinerziehende Mutter und Leistungssportlerin wird in den nächsten Wochen im BR in den Sendungen „Sport in der Abendschau" oder „Blickpunkt-Sport" ausgestrahlt. Den genauen Sendetermin geben wir hier rechtzeitig bekannt.

Pressemitteilung vom 21.12.2010: Alleinerziehende Mutter und Leistungssportlerin – eine Meisterleistung

Ein typischer Tag im Hause Lanner Mapeli: Daniela Lanner Mapeli, Mittelblockerin von Rote Raben Vilsbiburg, betritt gegen 11.30 Uhr nach dem morgendlichen Balltraining wieder ihre Wohnung und wird von ihrer Mutter Ilsa Maria Lanner Mapeli mit einer Kleinigkeit zu Essen und Chimarrao, einem typisch brasilianischen Getränk, das Tee ähnelt, in Empfang genommen. Während sie dann genüsslich den Cimarrao durch einen Strohhalm schlürft, erzählt sie von ihren Anfängen als Volleyballerin in Brasilien.

Als regelrechte Spätstarterin fing sie erst mit 17 Jahren in ihrem Geburtsort Novo Hamburgo an, Volleyball zu spielen. Bereits ein halbes Jahr später wechselte sie den Verein und wurde weiter gefördert. „Natürlich hat es mir sehr viel gebracht, dass ich zuvor vier Jahre lang Handball gespielt habe“, erklärt sie ihre schnellen Fortschritte in der neuen Sportart. Seitdem hat sie sich ganz dem Volleyballsport verschrieben und kann sich auch nichts anderes vorstellen – mit einer Einschränkung: In erster Linie ist sie seit acht Jahren alleinerziehende Mutter ihres Sohnes Diogo.

Ihr Sohn ist bei jedem Heimspiel in der Vilsbiburger Vilstalhalle dabei und fährt bei kürzeren Strecken, wie nach Suhl oder Sonthofen, auch schon mal mit dem Fanclub „Rabenpower“ im Bus mit zu Auswärtsspielen. Dann feuert er seine Mutter und ihre Mannschaft lautstark mithilfe einer der großen Fan-Trommeln an. „Ansonsten wird sehr viel telefoniert, wenn ich mit dem Team unterwegs bin“, erklärt Daniela und schmunzelt: „Natürlich auch früh morgens, um mich zu vergewissern, dass er rechtzeitig in die Schule kommt.“ Denn normalerweise klingelt jeden Morgen um Punkt 7 Uhr der Wecker, um aufzustehen und ihren Sohnemann zu wecken. Diogo besucht die 3. Klasse der Vilsbiburger Grundschule. Und wie fast jedes Kind in seinem Alter ist er nicht besonders begeistert von Hausaufgaben, die er dann oft mit seiner Mama erledigt. Sein Lieblingsfach ist jedoch Mathematik.

An den Beruf seiner Mutter ist er seit seiner Geburt gewöhnt, kein Wunder also, dass er ebenfalls Profisportler werden will. „Am liebsten Fußballprofi beim FC Bayern München“, strahlt der Achtjährige, dessen Zimmer von Postern seines Lieblingsvereins geschmückt ist. Natürlich darf auch der Schulranzen im Bayern-Design nicht fehlen. Falls dieser Traum jedoch nicht in Erfüllung geht möchte er Anwalt werden, aber dabei - wie die Mama - viel von der Welt sehen.

Daniela Lanner Mapeli hat bereits in vielen Klubs gespielt: von Brasilien über Portugal und Spanien, wo sie auch diverse Meistertitel sammelte. Und von da führte sie im August 2007 ihre sportliche Karriere nach Vilsbiburg: Damals hatte Raben-Trainer Guillermo Gallardo mit ihrem Manager gesprochen, der sie daraufhin informierte, dass er ein neues Team in Europa für sie habe. Allerdings sei es in Deutschland. „Als er mir von diesem neuen Angebot erzählte, dachte ich an Italien oder Frankreich. Aber ich konnte mir anfangs überhaupt nicht vorstellen, in Deutschland zu spielen“, so die Brasilianerin. Aber sie habe sich sehr schnell in Vilsbiburg eingelebt und das kleine niederbayrische Städtchen lieben gelernt. Und drei Monate später, im November 2007, kam ihre Mutter mit Danielas damals fünf Jahre alten Sohn und jüngeren Schwester Camila nach und zogen in ihre Wohnung ein. Camila Lanner Mapeli spielt seitdem in der Raben-Reserve in der 2. Bundesliga, genau wie ihre große Schwester als Mittelblockerin. Jedes Jahr im Mai, nach Saisonende, verabschiedet sich dann ihre Mutter in Richtung Heimat, um im Süden Brasiliens „wieder die Batterien aufzutanken“, lacht Ilsa Maria Lanner Mapeli. Besonders durch typisch brasilianische Tänze bekomme sie wieder die nötige Energie, um ihre Tochter in Deutschland zu unterstützen.

Daniela Lanner Mapeli hingegen hat im ganzen Jahr nur einmal zwei Wochen am Stück, in denen sie und ihr Sohn Diogo zeitgleich frei haben und sie beispielsweise ebenfalls die Familie, ihren Vater und zwei Brüder, in Brasilien besuchen könnten. Allerdings gestaltet sich dies in dieser Saison schwierig, da die Play-Offs bis Ende Mai angesetzt sind und dann die Pfingstferien schon zur Hälfte wieder vorbei sind.

In ihrer knapp bemessenen Freizeit unternimmt Daniela Lanner Mapeli am liebsten so viel wie möglich mit ihrem Sohn: Diogo geht mit seiner Mutter sehr gerne ins Kino, als nächstes steht der dritte Teil der Narnia-Saga „Die Reise auf der Morgenröte“ auf seiner Wunschliste. Auch bei Fußballspielen bzw. -turnieren schaut die alleinerziehende Mutter nach Möglichkeit immer zu, soweit es ihr eigener Trainingsplan erlaubt. Aber auch das Hallenbad im nicht weit entfernten Landshut sowie im Sommer das Vilsbiburger Freibad sind beliebte Ziele der Lanner Mapelis an freien Tagen, „die leider sehr selten sind und dann aber auch gerne einfach mal im Kreis der Familie zu Hause verbracht werden“, so Daniela Lanner Mapeli.

Nun stehen ihr glücklicherweise aber gleich drei solcher freien Tage hintereinander bevor, denn Weihnachten steht vor der Tür.

Weiterführende Links