Beschallungsanlage: Unterschied zwischen den Versionen

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==Software==
 
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* Als Software gibt es viele Möglichkeiten. Aber mittlerweile gibt es eine speziell für Sportveranstaltungen programmierte Software. Die Event Music Machine. http://www.eventmusicmachine.de
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* Als Software gibt es viele Möglichkeiten. Aber mittlerweile gibt es eine speziell für Sportveranstaltungen programmierte Software: http://www.e2c.software/
  
 
==Weiterführende Links==
 
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Aktuelle Version vom 25. Juli 2019, 08:31 Uhr

Allgemeines

Eine leistungsstarke Beschallungsanlage ist die technische Grundlage für die erfolgreiche Arbeit von Hallensprecher und DJ und muss in allen Hallen der Lizenzliga zur Verfügung stehen. Die meisten Installationen in den Sporthallen entsprechen keinem hohen Standard, da diese auf Schulsport bzw. reine Alarmierung ausgelegt sind.

Hardware

Mischpult

  • Das Mischpult sollte qualitativ hochwertig und mobil sein.
  • Beispiele hierfür: Soundcraft M-Series (M4/M8/M12), http://www.soundcraft.com.
  • Ausreichend ist hier ein M4 Spirit mit genügend Stereo und Monowegen sowie 4 Aux-Wegen für die Abnahme von Signalen für TV usw. Das Klangspektrum dieses Mixers ist sehr gut und unverfälscht. Selbst nach vielen Jahren on Tour unter anderem auch bei Beachevents hat das Pult keinerlei Fehler oder Ausfälle. Für Spitzen steht genügend Headroom zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil sind die 110 mm Fader.


Soundcraft.jpeg
  • Der Eingangspegel eines Mikrofons sollte am Mischpult per PFL (Pre-Fade-Listening) auf ca. 0 dB eingepegelt werden (hierzu die LED-Anzeige beobachten) wenn laut und deutlich in das Mikrofon gesprochen wird. Ein zu hoher Eingangspegel führt meist zu Verzerrungen im Signal, die später im Mischpult nicht korrigiert werden können. An jedem vernünftigen Mischpult gibt es hierzu einen GAIN-Regler meist ganz oben am Kanalzug (auf dem Bild in ROT), der im Regelfall auf 0 dB eingestellt sein sollte.
  • Der Equalizer (auf dem Bild GRAU) sollte ebenfalls mit Bedacht bedient werden und nur geringfügig zu Anpassungen dienen.
  • Wenn AUX-Wege (auf dem Bild GRÜN und BLAU) vorhanden sind, dann dienen diese dazu das Signal des Kanalwegs entweder vor dem Fader (GRÜN) oder nach dem Fader (BLAU) abzunehmen, dies kann z.B. zur Beschallung mit einer Monitorbox oder einem anderen Bereich dienen, der nur speziell dieses Signal hören soll.
  • Darunter findet sich meist noch der Regler für die Balance (GELB) der im Regelfall bei einem Stereokanal in der Mitte stehen sollte. Wenn zwei Monokanäle für eine Stereoquelle verwendet werden, sollte man den linken Kanalweg nach links drehen und den rechten Kanalweg nach rechts, damit nur jeweils der richtige Kanal übertragen wird und keine Phasenauslöschungen bei falsch verpolten Anschlüssen entstehen können.
  • Was für die Mikrofonkanäle gilt, ist selbstverständlich auch für die anderen Kanäle anwendbar und so sollten die verschiedenen Quellen eingemessen und abgestimmt werden.
  • Der Kanalfader dient zum individuellen Anpassen des Signals an den gesamten Umfang aller Quellen, die über das Mischpult „zusammengemischt“ werden, die Summe (GELBER Schieberegler) selbst (meist ganz rechts auf dem Mischpult) dient zur Anpassung der gesamten Lautstärke der gemischten Signale. Voraussetzung ist aber die vorab genannte Einmessung der verschiedenen Signale, damit nicht große Lautstärke-Unterschiede an den einzelnen Kanälen auftreten.

Lautsprecher

  • Die meisten Installationen in den Sporthallen entsprechen keinem hohen Standard, da die Beschallungen auf den Schulsport bzw. reine Alarmierung ausgelegt sind. Eine dauerhafte Beschallung im kompletten Frequenzbereich führt meist zu Überlastungen, besonders bei hohen Pegeln aufgrund von lautem Publikum.
  • Abhilfe kann z.B. geschaffen werden, indem man einen oder mehrere Subwoofer in der Halle installiert (auch temporär) und die vorhandene Beschallungsanlage ab ca. 120 Hz nach oben benutzt, so nimmt man die große Last der Basstöne von den klein dimensionierten Lautsprechern.

Control-Monitor

  • Für den Hallensprecher bzw. DJ empfiehlt sich meist auch noch ein Control-Monitor, mit dem auch etwas Fülle in die Beschallung gebracht werden kann.
  • Viele DJs und Modertoren neigen dazu , die Lautstärke im Verlauf eines Spiels immer höher zu schrauben, da die Kulisse ebenfalls immer lauter wird. Durch einen Monitor kann dieses subjektive Empfinden etwas verringert werden.

Mikrofon

  • Als Mikrofon sollten ebenfalls höherwertige Geräte eingesetzt werden. Als „State-of-the-Art“ hat sich hier z.B. die Sennheiser ew G2 Serie herauskristallisiert (ew 135 G2), http://www.sennheiser.com.

Abspielgerät

  • Als Reproduktionsmedium von digitalen Quellen wie einem Laptop sollte nie die interne Soundkarte eines Laptop verwendet werden, da diese qualitativ nicht geeignet sind.
  • Hier empfiehlt sich die Anschaffung einer Mehrkanal-Soundkarte per USB oder die Firewirekarte Phase X24 von Terratec, http://www.terratec.net. Die Qualität dieser Karten liegt weiter über der normaler Karten.
  • Die Soundquelle sollte ebenso höhere Qualität haben, also KEINE MP3 Dateien mit einer Samplingrate niedriger als 160 KBit. Optimal ist die Original CD-Qualität mit 320 KBit.
  • Ein iPod oder vergleichbare Geräte sind für eine professionelle Beschallung absolut ungeeignet!

Software

  • Als Software gibt es viele Möglichkeiten. Aber mittlerweile gibt es eine speziell für Sportveranstaltungen programmierte Software: http://www.e2c.software/

Weiterführende Links



Grundlage dieses Artikels sind u.a. die Ergebnisse der Hallensprecherworkshops aus den Jahren 2006 und 2009 unter Leitung von Sven Rautenberg.