Challenge-System: Unterschied zwischen den Versionen

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==Hilfreiche Unterlagen und Materialien==
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Als Hilfestellung am Spieltag: <br/>
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Stecker erneuern:<br/>
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Version vom 2. Oktober 2026, 07:18 Uhr

Die Handlungsanweisung befindet sich in der Erstellung


Vorbemerkung

Die nachfolgende Handlungsanweisung orientiert sich in Struktur und Inhalt an den früheren Handlungsanweisungen. Trotz sorgfältiger Erstellung kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Inhalte ergänzt oder Festlegungen angepasst werden müssen. Die Handlungsanweisung wird daher aufgrund der Erfahrungen der ersten Spieltage fortlaufend weiterentwickelt.

Allgemeines

Mit Beginn der Saison 2026/27 wird die Video-Challenge an allen Bundesliga-Standorten der 1. Bundesliga Frauen und Männer eingeführt.

Ziel ist:

  • die Sicherstellung einer einheitlich und technisch stabilen Durchführung des Video-Challenge-Betriebs an allen Spielstandorten
  • eine einheitliche, verlässliche und professionelle Unterstützung der Schiedsrichter:innen in strittigen Spielsituationen.

Die Einführung eines solchen Systems bietet ferner vielfältige Möglichkeiten sowie positive Effekte in den Bereichen Eventisierung, Vermarktung und bei der Übertragung der Spiele.

Der Erfolg der Einführung der Video-Challenge zur Saison 2026/27 basiert auf der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten: Liga, Vereine, Schiedsrichter:innen, Dienstleister etc. Diese Handlungsanweisung regelt die organisatorischen, personellen und technischen Anforderungen für den Betrieb des Video-Challenge-Systems bei Bundesliga-Heimspielen der 1. Bundesliga Frauen und Männer.

Geltungsbereich

Diese Handlungsanweisung gilt für alle Vereine der 1. Bundesliga Frauen und Männer, die sich gemäß Lizenzstatut zum Einsatz des Video-Challenge-Systems verpflichtet haben.

Support am Spieltag

An den ersten Spieltagen ist für den Aufbau ausreichend Vorlaufzeit einzuplanen, damit der Aufbau und die Inbetriebnahme des Systems rechtzeitig vor Spielbeginn gewährleistet werden können. Ein technischer Support kann ausschließlich über den technischen Dienstleister SVV angeboten werden. Technische Störungen sind unverzüglich dem/der Video-Schiedsrichter:in mitzuteilen. Kann die Einsatzbereitschaft des Systems nicht kurzfristig hergestellt oder wiederhergestellt werden, ist zusätzlich und umgehend die VBL-Notfallhotline (030-2005070-0) zu informieren und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Für kurzfristige Unterstützung/Hilfestellungen bei technischen Problemen am Spieltag ist eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe "SVV Germany" eingerichtet. Mitglieder sind der Dienstleister SVV, Vertreter:innen der VBL, die Video-Challenge-Assistent:innen oder benannte Vertreter:innen aus den Vereinen (Anfragen auf Zulassung richtet bitte über eure Teammanager:innen direkt an: Lisa Krieger; krieger@volleyball-bundesliga.de (inkl. Name und Telefonnummer)). An den ersten beiden Spieltagen jeder Liga steht zudem ein telefonischer Support zur Verfügung. Die entsprechenden Telefonnummern sind ebenfalls in der oben genannten WhatsApp-Gruppe hinterlegt.

Bei der Kommunikation in der WhatsApp-Gruppe sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Kommunikation in englischer Sprache
  • möglichst detaillierte Kommunikation des Fehlers/Problems
    • Was genau funktioniert nicht?
    • Wo tritt der Fehler auf?
    • Welche Fehlermeldung wird angezeigt?
    • Was habt ihr bereits zur Lösung versucht?

Der Fehler muss, sofern noch nicht gefunden, auch nach der Kontaktaufnahme mit dem Support weiter eigenständig gesucht und gegebenenfalls behoben werden, da eine kurzfristige Ansetzung von Ersatzs-Linienrichter:innen nicht möglich ist.

Supportanfragen, die weniger zeitkritisch sind, und Meldungen technischer Probleme im Anschluss an einen Spieltag sind via E-Mail an den SVV-Support sowie die Volleyball-Bundesliga zu richten:

  • info@svv.com.pl
  • krieger@volleyball-bundesliga.de

Grundsätlich gelten am Spieltag die jeweiligen Challenge-Regulations der Sasion [Datei: Datei:Challenge-Regulations.pdf

Wichtige Informationen für die Heimvereine

Mit der Einführung der Video-Challenge übernimmt der Heimverein die Verantwortung für die organisatorischen, personellen und technischen Voraussetzungen am jeweiligen Spielstandort.

Dies betrifft:

  • die sachgemäße Lagerung der bereitgestellten Technik,
  • den Auf- und Abbau des Video-Challenge-Systems,
  • die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur,
  • die technische Einbindung in die Streaming-/TV-Produktion,
  • die technische Einbindung in die Hallenregie,
  • die Bereitstellung des erforderlichen Personals am Spieltag,
  • die Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs während der gesamten Veranstaltung; diesbezüglich sind neben der technischen Komponente auch grundlegende Kenntnisse zur Software und zu deren Einsatz erforderlich.


Gemäß Ziffer 31.2.4 Lizenzstatut muss das Video-Challenge-System spätestens 90 Minuten vor Spielbeginn voll einsatzbereit sein.

Jeder Verein muss bis zum 30.06. des jeweiligen Jahres eine(n) Video-Challenge-Assistent:in im SAMS benennen und entsprechende Kontaktdaten hinterlegen.

Der/die Video-Challenge-Assistent:in oder eine benannte Vertretung verantwortet die oben genannten Punkte und muss während des gesamten Spiels am Challenge-Arbeitsplatz anwesend und für den/die Video-Schiedsrichter:in/ Challenge-Operator (Personalunion) verfügbar sein.

Darüber hinaus ist ein/eine „Springer:in“ einzusetzen, um bei Bedarf unterstützend tätig werden zu können, beispielsweise beim Aufstellen und Ausrichten von Kameras etc.

Rollenverteilung am Spieltag


Verantwortlichkeiten am Spieltag
















Video-Challenge-Assistent:in des Vereins

Der/die Video-Challenge-Assistent:in, auch Technical Operator genannt, fungiert als zentrale Ansprechperson für:

  • die Volleyball Bundesliga,
  • den technischen Dienstleister SVV,
  • den/die Video-Schiedsrichter:in,
  • die Hallen- und Streamingtechnik.

und ist hauptverantwortlich für die folgenden Bereiche:
Hauptaufgaben vor dem Spiel

  • den Operator-Arbeitsplatz aufbauen (Tisch mit zwei Stühlen),
  • die Kameras positionieren, ausrichten, kalibrieren,
  • die Kabelverbindungen herstellen,
  • den Funktionstest aller Komponenten durchführen,
  • die Checkliste Spieltag abarbeiten.


Hauptaufgaben während des Spiels

  • die Systemstabilität überwachen,
  • technische Störungen beheben,
  • bei Bedarf den SVV-Support kontaktieren.


Hauptaufgaben nach dem Spiel

  • das Equipment überprüfen,
  • Rückmeldung zu technischen Problemen geben,
  • sicheres Verpacken in den dafür vorgesehenen Cases und ggf. entsprechend weiterer Vorgaben des Vereins.


Wichtige Voraussetzungen

  • ein grundlegendes Verständnis von PC-, Netzwerk- und Kameratechnik,
  • die Fähigkeit zum Umgang mit technischen Checklisten,
  • die Fähigkeit zur Kabelkonfektionierung (RJ45),
  • eine sorgfältige und strukturierte Arbeitsweise.



Anforderungen an den Spielstandort

Der Heimverein stellt einen Arbeitsplatz für das Video-Challenge-System bereit. Hierbei sind folgende Mindestanforderungen einzuhalten:

  • Standort am oder unmittelbar neben dem Schreibertisch inklusive mindestens zwei Sitzplätzen,
  • maximale Entfernung von 10 m zum Standort des/der 2. Schiedsrichter:in, bei gedrehtem Courtlayout zum Schiedsrichterstuhl,
  • komplett freie Sicht auf das Spielfeld,
  • Standard-230-V-Stromversorgung am Arbeitsplatz und zusätzlich hinter der LED-Bande/A-Reiter in der Nähe des Schiedsrichterstuhls für die verwendeten Kameras am Schiedsrichterstuhl/am Netz,
  • ausreichend Arbeitsfläche,
  • Zugang zu den erforderlichen Signalwegen für Streaming/Regie und Hallenausspielung, beispielsweise LED-Board oder Videowand,
  • für das Challenge-System wird kein Internetzugang benötigt; freier WiFi-Zugang am Challenge-Arbeitsplatz ist jedoch notwendig, damit gegebenenfalls kurzfristig benötigte Updates der verwendeten Software installiert werden können.



Für den Aufbau wird zudem entsprechendes Verbrauchsmaterial benötigt, wie:

  • ausreichend Klebeband (in der Farbe des Bodens, Gaffa-Tape; zum Befestigen von Kameras am Schiedsrichterstuhl, verlegten Kabeln auf/an/neben dem Court etc.)
  • Kabelbrücken zur Sicherung der Kabelwege
  • Markierungshilfen (buntes Klebeband, Klett o.ä.) zum Markieren von Kameras und zugehörigen Kabeln etc.
  • als Backup ggf. ein zusätzliches Kabel als Ersatz für Eventualitäten wie, defekte Stecker oder Kabelbruch (für einen möglichen Austausch während des Spiels)



Aufbau und Betriebsbereitschaft am Spieltag

Der Aufbau erfolgt gemäß den jeweils gültigen technischen Vorgaben des eingesetzten Dienstleisters.
Für eine erste Inbetriebnahme und Übergabe ist der Dienstleister vor Ort. Die Terminabstimmung erfolgt nach Absprache und ist abhängig von Verfügbarkeit der Systeme, Reiseplanung, Personalressourcen etc. In der ersten Saison sind fünf regionale Schulungen angesetzt. Dort erfolgt eine umfassende technische Einweisung.
Auf Anfrage beim VBL-Center erhalten die Video-Challenge-Assistenten der jeweiligen Vereine zudem Zugriff auf das technische Handbuch von SVV (Kontakt: krieger@volleyball-bundesliga.de).
Gemäß Ziffer 31.2.4 Lizenzstatut muss das Video-Challenge-System spätestens 90 Minuten vor Spielbeginn voll einsatzbereit sein.
Hierzu ist vor Spielbeginn sicherzustellen, dass:

  • alle Kabel verlegt und entsprechend gesichert sind,
  • sämtliche Kameras gemäß Aufbauplan aufgestellt, ausgerichtet/kalibriert und betriebsbereit sind (ACHTUNG: Kalibrierung bei Spiellicht),
  • alle Signalwege funktionieren – sowohl zum Stream als auch zur Hallenregie,
  • die Software betriebsbereit ist,
  • ein vollständiger Funktionstest durchgeführt wurde,
  • die Kommunikation zwischen Hallenregie, Streaming-Produktion und Video-Challenge-Arbeitsplatz gewährleistet ist,
  • die Technik für das Ausspielen der Videobilder (ab dem 3. Jahr Ligenzugehörigkeit) in der Halle und im Stream (ab dem 1. Jahr Ligenzugehörigkeit) einsatzbereit und funktionsfähig ist, zum Beispiel LED-Board, Videowand oder vergleichbare Technik.



Ausspielung der Challenge-Entscheidungen

Der Heimverein hat sicherzustellen, dass die Challenge-Entscheidungen sowohl in der Halle (spätestens ab dem 3. Jahr Ligenzugehörigkeit zur 1. Bundesliga) für die Zuschauenden vor Ort als auch während der Live-Übertragung im Stream (ab dem 1. Jahr Ligenzugehörigkeit) entsprechend ausgespielt und für die Zuschauenden nachvollziehbar eingebunden werden.

Es gibt lediglich ein einheitliches Signal, das über die SVV-Software zur Verfügung gestellt wird. Dieses Signal muss entsprechend im Stream/TV und in der Hallenregie verwendet werden. Veränderungen an dem Signal dürfen nicht bzw. nur auf Anweisung der Volleyball Bundesliga oder des beauftragten Dienstleisters vorgenommen werden.
Vereinseigene Partner oder Sponsoren dürfen in der SVV-Software nicht eingebunden werden, auch wenn dies technisch grundsätzlich möglich wäre. Eine solche Einbindung würde das ausgespielte Signal verändern und wäre dadurch sowohl im TV/Stream als auch auf den Anzeigen in der Halle sichtbar.

Wichtige Hinweise: Es darf ausschließlich die finale Auflösung der Challenge ausgespielt werden – als Bild oder Sequenz. Suchbilder werden im Stream und/oder in der Hallenregie zum Schutz der Integrität des Schiedsgerichts nicht ausgespielt und auch nicht zur Verfügung gestellt.

Das VBL-Center wird vor Saisonbeginn ein einheitliches Grafikset zur Verfügung stellen, welches von den Vereinen/SVV – Vorgehen abhängig von Auslieferungsterminen etc. – vor Saisonbeginn einzuspielen und zu verwenden ist.

Die Werbepartner der 1. Bundesliga Männer sind ausschließlich über die Hallenregie einzubinden. Hier sind die unterschiedlichen Vorgaben je Geschlecht zu beachten (s. unten).

Besondere Vorgaben für die Bundesliga Frauen

In der 1. Bundesliga Frauen liegen die Rechte zur Vermarktung derzeit exklusiv bei der VBL gemäß Ziffer 8.6.4 LST und sind an den Namenspartner DEKRA vergeben.
Das Challenge-System liefert ein einheitliches Signal. Das VBL-Center stellt grafische und sprachliche Vorlagen für die Präsentation der Video-Challenge in der Spielhalle bereit, die durch die Hallenregie bzw. die Hallensprecher:innen einzubinden sind. (s.Prozess oben)

Dadurch wird eine einheitliche und sichtbare Integration des Partners gewährleistet. Dies umfasst sowohl grafische Einblendungen als auch standardisierte Formulierungen.

[link zum Download einfügen]

Besondere Vorgaben für die Bundesliga Männer

In der 1. Bundesliga Männer liegen die Vermarktungsrechte derzeit bei den Clubs. Die Vereine haben daher die Möglichkeit, im Rahmen der Video-Challenge eigene Partner einzubinden.
Um ein ligaweit möglichst einheitliches Erscheinungsbild sicherzustellen, stellt das VBL-Center grafische und sprachliche Vorlagen für die Partnerpräsentation zur Verfügung. Diese umfassen sowohl Einblendungen für die Hallenregie als auch Formulierungsvorschläge für die kommunikative Begleitung.

[link zum Download einfügen]

Ausspielen der Challenge-Entscheidungen
im Stream/TV in der Spielhalle
a. Kameras in der Halle erfassen das Spielgeschehen aus den definierten Perspektiven.


b. Die Kamerabilder werden an das SVV-System (Super Volley Vision) übertragen und dort aufgezeichnet sowie für mögliche Challenge-Anträge bereitgehalten.


c. Im Challenge-Fall wählt der/die Video-Schiedsrichter:in die relevanten Kameraperspektiven aus, ordnet diese ein und entscheidet zunächst über den jeweiligen Challenge-Antrag und ob dieser aus Sicht des Beantragten erfolgreich war oder nicht ("Successful";"unseccessful). Beide Entscheidungen werden über die SVV-Software hinterlegt.
Während der "Prüfphase" wird über die Software zur Information für die jeweilige Regie die Grafik „Challenge in Progress“ angezeigt.


d. Die Streaming-Regie bindet nach dem Challenge-Antrag und während der "Prüfphase" die Bauchbinde "Challenge beantragt" ergänzend zu Bildern aus der Halle in den Stream ein, um die Zeit bis zur Entscheidungsfindung zu überbrücken.

Während der "Prüfphase" und kurz vor der Auflösung der Challenge spielt die Hallenregie die Grafik "Challenge wird präsentiert von..." (Vorlage VBL-Center) aus

e. Nach Abschluss der Überprüfung wird die Entscheidung durch den VCR einschließlich des zugehörigen Bild- bzw. Videosignals über den vorgesehenen Abnahmepunkt zur Ausspielung bereitgestellt.


f. Die Streaming-/TV-Regie bindet die Entscheidung einschließlich der zugehörigen Bildsequenzen in die Übertragung ein und erläutert das Ergebnis für die Zuschauenden entsprechend im Kommentar.

Die Hallenregie spielt die Entscheidung einschließlich der zugehörigen Bildsequenzen in der Halle aus und der/die Hallensprecher:in ordnet dies für die Zuschauenden entsprechend ein.

Der/die Video-Schiedsrichter:in begleitet sein Vorgehen durch entsprechende Handzeichen, sodass die Personen vor Ort, beispielsweise Hallensprecher:innen oder Hallenregie, Streamingregie etc., den Prozess optisch verfolgen können:

  • Eine Hand wird gehoben: Das entsprechend notwendige Bildmaterial wurde gefunden. Die Entscheidung wird an das Schiedsrichter-Team kommuniziert und in der Folge das Bildmaterial zur Ausspielung bereitgestellt.
  • Beide Hände werden gehoben: Die Überprüfung der Challenge ist abgeschlossen und das Videomaterial wird parallel entsprechend ausgespielt bzw. zur Verfügung gestellt.

Individuelle und standortspezifische Absprachen sind ggf. zusätzlich vor Ort zu treffen.

Video-Schiedsrichter:in (VCR)

Der/die Video-Schiedsrichter:in auch Challenge Operator genannt, arbeitet in Personalunion und wird durch den Schiedsrichtereinsatzleiter der Volleyball Bundesliga angesetzt und eingeteilt.

Die Bedienung des Systems sowie die Bearbeitung der Challenge-Anträge erfolgt durch den/die eingesetzte/n Video-Schiedsrichter:in.

Zu den Hauptaufgaben gehören:

  • die gemeinsame Prüfung/Abnahme mit dem Video-Challenge-Assistenten des Vereins, dass die Software 90 min vor Spielbeginn einsatzbereit ist,
  • die Auswahl der relevanten Kameraperspektiven,
  • die Vorbereitung der Szenen für die Überprüfung,
  • die finale Entscheidung zum eingereichten Challenge-Antrag treffen,
  • die Kommunikation zu den Challenge-Anträgen und deren Entscheidung im angesetzten Team der Schiedsrichter:innen und vor Ort in der Halle,
  • die Kontrolle der Bildqualität,
  • die Meldung technischer Auffälligkeiten an den Video-Challenge-Assistenten des Vereins.

Wichtige Voraussetzungen:

  • Mitglied des VBL-Schiedsrichterkaders,
  • sehr gutes Spielverständnis, Regelkenntnisse etc.,
  • hohe Konzentrationsfähigkeit,
  • schnelle Entscheidungsfindung,
  • ruhige Kommunikation unter Zeitdruck.

Weitere Perspektive: Expertenteam / Lead Operator

Expertenteam / Lead Operatoren sind besonders qualifizierte Operatoren, die technische und operative Kompetenzen miteinander verbinden. Sie fungieren als Experten und Multiplikatoren.

Ziel ist es, diese im Laufe der Saison zu identifizieren und entsprechend zu qualifizieren. Das Team aus 4-6 Personen kann damit zukünftig eine wichtige Säule im Rahmen der Qualitätssicherung, der Schulung neuer Operatoren sowie der Durchführung von Trainings werden.

Dokumentation durch den Verein

Sollten am Spieltag technische Probleme auftreten, sind diese vom Verein zu dokumentieren und im Anschluss an das Spiel (spätestens am nächsten Werktag) dem Dienstleister SVV und dem VBL-Center mitzuteilen (via Mail an: krieger@volleyball-bundesliga.de und info@svv.com.pl).

Der Verein dokumentiert insbesondere:

  • Systemausfälle,
  • Kameradefekte,
  • Signalstörungen,
  • Softwarefehler,
  • sonstige technische Besonderheiten.


Hilfreiche Unterlagen und Materialien

Als Hilfestellung am Spieltag:

Checkliste Spieltag
Aufbauplan Kameras
Sonnet schema
Stecker erneuern:

Aderbelegung Kabel
Stecker Kabel erneuern

Begrifferklärung

Begriffserklärungen
Rolle Verantwortet durch Hauptaufgabe(n)
Video-Challenge-Assistent / Technical Operator Verein Bereitstellung der Infrastruktur am Spieltag; Aufbau, Betrieb und technische Betreuung des Systems vor, während und nach dem Spiel
Springer Verein Unterstützt den Video-Challenge-Assistenten beim Aufbau, der Ausrichtung und der Kalibrierung des Systems, vor, während und nach dem Spiel
Hallenregie Verein Ausspielen der Challenge-Auflösung/des CLEAN-Feeds in der Halle entsprechend den Anforderungen der VBL; Grafikset Partner DEKRA; Anforderungen an die Präsentation von Vereinspartnern
Hallensprecher:in Verein Sprachliche Ankündigung, Erläuterung und Auflösung der Challenge für die Zuschauer in der Halle; Anleitung zur Einbindung von Liga-Partnern und eigenen Partnern in der 1. BLM folgt
Kommentator Verein / Streaming / TV Sprachliche Begleitung des Challenge-Prozesses für die Zuschauer im Stream/TV
SVV / Sport.Tech Systemanbieter Bereitstellung der Hardware und Software; Beschaffung, Auslieferung und Inbetriebnahme der Systeme; Schulung und Support von Personal und Standorten
Video-Schiedsrichter:in (VCR) / Challenge-Operator Schiedsrichterwesen VBL Personalunion; Bedienung der Video-Challenge während des Spiels; Abstimmung mit dem gesamten Schiedsgericht; Auswahl/Identifikation von geeignetem Bildmaterial; Bewertung der Challenge und Ausspielen der Bilder
Expertenteam / Lead Operator Bundesliga / SVV / Vereine Perspektive: Identifizieren von Fachpersonal/Experten in der Vereins- und Schiedsrichterebene, die zukünftig bei der Schulung von neuem Personal, Verständnisfragen etc. unterstützen können

FAQ (Auszug aus dem SVV-Handbuch)

F: Einige Kameras werden vom System nicht erkannt. Warum? A: Die Kameras sind bestimmten Anschlüssen zugeordnet. Vergewissern Sie sich zunächst, dass jede Kamera gemäß dem von uns erhaltenen Schaltplan an den richtigen Anschluss angeschlossen ist.

Falls das nicht geholfen hat: Starten Sie zunächst den PC neu und prüfen Sie, ob das Problem behoben ist.

Falls ein Neustart des PCs nicht geholfen hat:

  • Prüfen Sie, ob
    • das Sonnet-Gerät an die Stromversorgung angeschlossen (die Betriebsanzeige leuchtet) ist,
    • das Thunderbolt-Kabel sich nicht gelöst hat und an beiden Enden fest eingesteckt ist, sowohl am PC als auch am Sonnet-Gerät,
    • alle Netzwerkanschlüsse im System erkannt werden: Systemsteuerung → Netzwerk und Internet → Netzwerkverbindungen; je nachdem, wie viele ETH-Kameras Sie verwenden, sollten Sie alle von den Kameras genutzten Netzwerkanschlüsse (und deren Namen) sehen,
    • ein Anschluss trotz Überprüfung der vorherigen Schritte nicht erkannt wird; wenn ja, ist möglicherweise der Framegrabber beschädigt.

Wenn alle Anschlüsse im System angezeigt werden, die Kamera aber immer noch nicht funktioniert, führen Sie die folgenden Schritte aus:

    • überprüfen Sie, ob die nicht funktionierende Kamera sowohl an der Kamera selbst als auch am Eingang des Sonnet-Geräts oder PCs ordnungsgemäß verkabelt ist; manchmal lockert sich der Stecker und muss fest gedrückt werden,
    • überprüfen Sie, ob das Kabel oder der Stecker beschädigt ist; verwenden Sie bei ETH-Kameras einen RJ-45-Tester; wenn der Stecker oder das Kabel beschädigt ist, ersetzen Sie es; Sie können auch prüfen, ob die Kamera mit einem anderen, kurzen Kabel direkt am PC funktioniert,
    • überprüfen Sie die Kamera-Buchse und den Framegrabber auf Verschmutzungen,
    • überprüfen Sie, ob die Kamera physisch beschädigt wurde,
  • wenn die oben genannten Schritte nicht geholfen haben, wenden Sie sich an unseren Support.

F: Was soll ich tun, wenn das System eine niedrige Bildwiederholrate der Kamera anzeigt? A: Führen Sie folgende Schritte aus:

  • überprüfen Sie, ob sich das Kabel gelöst hat, geknickt oder beschädigt wurde oder ob es von einem schweren Gegenstand eingeklemmt wurde,
  • überprüfen Sie, ob die digitale Belichtung in der Software versehentlich geändert wurde,
  • trennen Sie die Kamera vom Anschluss und schließen Sie sie erneut an,
  • testen Sie die Kamera mit einem anderen Kabel.

F: Was soll ich tun, wenn eine der Kameras während eines Spiels ausfällt? A: Das SVV-System verfügt über einen integrierten Mechanismus zur Wiederherstellung der Kameraverbindung. Es kann vorkommen, dass eine Kamera während eines Spiels von einem Ball getroffen wird und die Verbindung unterbrochen wird. In diesem Fall sollten Sie die Kamera wieder anschließen; das System zur Wiederherstellung der Kamera-Verbindung erkennt sie dann, startet sie neu und initialisiert sie im System. Sollte sich die Kamera aus irgendeinem Grund nicht wiederherstellen lassen, können Sie die SVV-Software während einer Spielpause oder bei einer geeigneten Gelegenheit neu starten. Das SVV-System ist innerhalb von Sekunden initialisiert, sodass dieser Vorgang nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. F: Das Programm friert beim Exportieren von Videos ein. A: Überprüfen Sie den verfügbaren Speicherplatz. Das System benötigt ausreichend Speicherplatz für den Export.

F: Wie viel Speicherplatz benötigt das System während eines Spiels? A: Das System benötigt pro Spiel etwa 500 GB freien Speicherplatz. Überprüfen Sie regelmäßig den verfügbaren Speicherplatz.

F: Die Kamera schaltet sich aus und wieder ein. Was soll ich tun? A: Die häufigste Ursache dafür, dass sich die Kamera ausschaltet und neu startet, ist eine zu hohe Temperatur. Die Kamera schaltet sich ab, sobald ein kritischer Wert erreicht ist, um Schäden am Gerät zu vermeiden. Die beste Lösung besteht darin, einen längeren Betrieb der Kamera in heißen Umgebungen zu vermeiden und die Kameras während der Spielpausen gezielt vom Stromnetz zu trennen, damit sie abkühlen können. Schon eine kurze Pause von wenigen Minuten sorgt dafür, dass die Kamera länger im Normalbetrieb funktioniert. Sie können auch Kühlkörper in Betracht ziehen, die die Wärme der Kamera effektiv ableiten. Manchmal kann auch ein beschädigtes Kabel oder ein beschädigter Stecker dazu führen, dass sich die Kamera aus- und wieder einschaltet. Sollte nichts helfen, überprüfen Sie, ob die Kamera einen beschädigten Anschluss hat, oder lassen Sie sie zur weiteren Diagnose von einem autorisierten Basler-Kundendienstzentrum überprüfen.

F: Die USB-3.0-Kamera funktioniert nicht richtig. Was soll ich tun? A: Führen Sie folgende Schritte aus:

  • überprüfen Sie zunächst, ob der USB-3.0-Anschluss am PC über das Micro-USB-Kabel ordnungsgemäß mit Strom versorgt wird; USB-3.0-Anschlüsse müssen aufgrund der Kabellänge zusätzlich mit Strom versorgt werden,
  • stellen Sie sicher, dass der Stecker an der Kamera fest in der Buchse sitzt,
  • überprüfen Sie, ob das USB-3.0-Kabel nicht durch einen schweren Gegenstand eingeklemmt ist,
  • überprüfen Sie, ob das Problem auch an einem anderen USB-3.0-Anschluss auftritt.

F: Die Software läuft instabil. Was könnte die Ursache sein? A: Die SVV-Software sollte stets stabil und einwandfrei funktionieren; dennoch kann es aus verschiedenen Gründen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, vorkommen, dass das System plötzlich instabil läuft. Unsere Aufgabe ist es, die Zuverlässigkeit der SVV-Software sicherzustellen. Sollten Sie Veränderungen in der Stabilität und Laufruhe bemerken, überlassen Sie dies bitte unseren Technikern, die eine gründliche Diagnose durchführen werden. Wenden Sie sich an unseren Support, und wir werden unser Bestes tun, um Ihnen bei der schnellstmöglichen Lösung dieses Problems zu helfen.

F: Wie oft sollten Kameras kalibriert werden? A: Es wird dringend empfohlen, die Kalibrierung vor jedem Spiel zu überprüfen, insbesondere wenn das System bewegt wurde.

F: Wozu dienen die Markierungen auf der Zeitachse? A: Zeitstempel-Markierungen dienen dem Bediener dazu, Spiel-Ereignisse während des Spielgeschehens zu protokollieren und die Navigation auf der Zeitachse zu vereinfachen. Sie ermöglichen ein schnelleres Auffinden von Situationen, die einer Video-Überprüfung unterzogen werden müssen. Beim Umschalten in den „Challenge“-Modus springt das System automatisch zur letzten Markierung auf der Zeitachse zurück, um den gesamten Prozess weiter zu optimieren.

F: Wie oft sollten Kameraobjektive gereinigt werden? A: Überprüfen Sie vor jedem Spiel, ob die Gläser sauber sind. Verwenden Sie ausschließlich spezielle Reinigungsmittel für optische Geräte. F: Mir ist aufgefallen, dass die Kameras nicht perfekt aufeinander abgestimmt sind. Ist das normal? A: Ja, das ist bei Mehrkamerasystemen völlig normal. Der Grund dafür ist, dass die verschiedenen Kameratypen im SVV-System mit unterschiedlichen Bildraten (FPS) arbeiten. Man kann sich das wie eine Gruppe von Fotografen vorstellen, von denen jeder in einem etwas anderen Tempo fotografiert – einer macht 180 Bilder pro Sekunde, ein anderer 120 und wieder ein anderer 90. In der Praxis bedeutet dies, dass wir beim Betrachten der Aufnahme Bild für Bild möglicherweise leichte zeitliche Abweichungen zwischen den Kameras feststellen. Wenn beispielsweise eine Kamera, die mit 180 Bildern pro Sekunde aufzeichnet, den Moment A zeigt, könnte eine Kamera, die mit 90 Bildern pro Sekunde aufzeichnet, einen etwas früheren oder späteren Moment zeigen. Dies ist ein normales Systemverhalten und hat keinen Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Überprüfung von Spielsituationen. Das SVV-System wurde unter Berücksichtigung dieser Unterschiede entwickelt, und dem Bediener stehen Werkzeuge zur Verfügung, um Spielzüge trotz dieser geringfügigen zeitlichen Abweichungen genau zu analysieren.

F: Das System zeigt einen Lizenzfehler an. Was soll ich tun? A: Überprüfen Sie den Lizenzstatus auf der Registerkarte „Lizenz“. Bei Problemen wenden Sie sich bitte an den Support.

F: Kann ich eine Kamera eines anderen Herstellers an das SVV-System anschließen? A: Derzeit unterstützen wir ausschließlich Bibliotheken für Basler-Kameras. Wir planen, in Zukunft auch Bibliotheken anderer Hersteller hinzuzufügen.

F: Läuft die Aufzeichnung im Hintergrund weiter, wenn wir in den Wiedergabemodus wechseln? A: Nein, das System nimmt im Hintergrund nicht auf, wenn Sie in den Wiedergabemodus wechseln. Dies geschieht bewusst, um Speicherplatz zu sparen und die Lebensdauer der Datenträger zu verlängern. Denken Sie immer daran, die Aufzeichnung nach Abschluss der Überprüfung wieder einzuschalten. F: Warum kommt es in der Live-Vorschau manchmal zu leichten Rucklern? A: Leichte Ruckler in der Live-Vorschau sind ein normales Phänomen, das während des Systembetriebs auftreten kann. Dies hängt damit zusammen, wie das System riesige Datenmengen in Echtzeit verarbeitet. Wenn alle Kameras gleichzeitig in Betrieb sind, muss das System Tausende von Bildern pro Sekunde verarbeiten.

Bildruckeln kann verschiedene Ursachen haben:

  • das System schreibt derzeit einen großen Teil der Aufzeichnung auf die Festplatte,
  • der Benutzer führt andere Vorgänge im System aus (z. B. Export),
  • vorübergehender Anstieg der Prozessorauslastung.

Wichtig ist, dass diese kleinen Ruckler in der Live-Vorschau:

  • nicht die Qualität des aufgezeichneten Materials beeinträchtigen,
  • keinen Einfluss auf die anschließende Challenge-Analyse haben.

Wenn das Stottern zu häufig oder zu auffällig wird, prüfen Sie Folgendes:

  • Prozessorauslastung,
  • verfügbarer Speicherplatz,
  • ob unnötige Hintergrundprogramme laufen.

Denken Sie daran, dass die Live-Vorschau in erster Linie der Überwachung dient und eine genaue Analyse anhand des aufgezeichneten Materials erfolgt, das von diesen geringfügigen Aussetzern nicht beeinträchtigt wird.

F: An wen soll ich mich bei technischen Problemen wenden? A: Bei technischen Problemen mit der SVV-Software wenden Sie sich bitte über Ihre eigene WhatsApp-Gruppe an unseren Support.